Conference Program / Konferenzprogramm

Donnerstag, 27.09.

18:00 Dinner/Abendessen

20:00 Andreas Hetzel, Johanna Hueck, Susann Kabisch, Christian Kny: Short introduction/Kurze Einführung

Freitag, 28.09.

08:45 Antoni Śmist: Murus absurditatis. Two Interpretations of Cusanus’ Paradoxical Utterances About God – Response/Replik: Silvianne Aspray

10:00 Coffee break/Kaffeepause

10:15 Luca Burzelli: Cusanus Linguistic Development Regarding the Essence of God

11:15 Marcus Döller: Metaphysik als Sprachphilosophie des Unaussprechlichen

12:30 Lunch/Mittagessen

14:30 Greta Venturelli: Ego sum qui sum. Die Onto-Theologie des Wortes: von der Offenbarung zu der „polygonalen Sprache“ bei Nikolaus von Kues und Vincenzo Gioberti

15:30 Coban Menkveld: Die Konjekturalität der Sprache bei Nikolaus von Kues und die Methoden der jüdischen Schriftauslegung nach Friedrich Weinreb. Eine vergleichende Analyse

16:30 Coffee break/Kaffeepause

16:45 Discussion: Next Cusanus conference/Diskussion: Nächste Cusanus-Konferenz

18:00 Dinner/Abendessen

Samstag, 29.09.

10:15 Florian Telsnig: Was zu sagen ist. Die Rede vom Unsagbaren bei Nikolaus von Kues

11:15 Valentina Zaffino: Platonism and Hermetism in the Preaching of Nicholas of Cusa: Rethinking an Ancient Creative Language

12:30 Lunch/Mittagessen

14:30 Susann Kabisch: Positionen im Sprach-Raum. Die volkssprachlichen Text-Tafeln der Legationsreise und die Inszenierung von De visione Dei

16:00 City tour/Stadtführung

18:00 Dinner/Abendessen

20:00 Public evening/Öffentlicher Abend im Literaturhaus St. Jakobi
Juliane Link: Aussprechen und Einschreiben. Von Zimmerreisen und anderen Versuchen, die Angst vor der Stille zum Schweigen zu bringen

Sonntag, 30.09.

09:00 Elisa Destefanis: Cusanus und die Kunst der Renaissance: die Figur P von De coniecturis in dem mathematischen und malerischen Werk von Piero della Francesca

10:00 Coffee break/Kaffeepause

10:15 Witalij Morosow: „Teufelskraft“ und das Problem der Kreativität in den Predigten des Nikolaus von Kues

11:15 Andreas Hetzel, Johanna Hueck, Susann Kabisch, Christian Kny: Final words/Schlusswort

12:30 Lunch/Mittagessen

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English Version

Vocalising the Ineffable.

Language and Creativity in Nicholas of Cusa

Hildesheim, Germany

September 27-30, 2018

Thinking language with Nicholas of Cusa means being confronted with a tension: On the one hand, constantly addressing the limitations of language, he holds that more than just the absolute is ineffable. On the other hand, language is the mode of human articulation and communication—despite its limitations, humans need to employ language if they want to communicate with other humans. According to Cusanus, humans deal with this situation creatively: in their attempts of approaching the ineffable by means of language, they employ creativity. For Cusanus, language is thus an object of investigation, an epistemological instrument of approaching god, the world, and humans, an interface of human interaction accessible through the senses, in short: a multi-faceted core area of human activity and creativity. This has consequences for research on Cusanus. Questions concerning language in a narrower sense and epistemological questions in a broader sense, questions regarding the approximation to god, questions regarding the structure and composition of texts, questions targeting the function of metaphors and images—satisfying answers to all these questions are barely possible without considering Cusanus’ notion of language. For that reason, we offer a roof for research on Cusanus from a wide range of perspectives and disciplines.

The aim of the series this conference belongs to is to provide young scholars at the beginning of their careers a platform to conduct, present, and discuss their work on Cusanus. We strive for a dynamic, open exchange among the participants. Thus we take it seriously when speaking of the “beginning” of careers: To give young scholars room to experiment there will be no festive speeches and professorial dominance of interpretation.

We want to give room to experiment not only regarding the content, but also regarding the form of contributions. “Conventional” talks followed by a discussion, panel or group discussions, joint text work, or something entirely different—we leave it up to you to decide about the appropriate form of contribution. Depending on the suggestions received, we will work out the program of the conference and, in case of it being useful, establish contact between contributors before the conference.

If you are interested in contributing, please send an abstract (no more than 500 words), the desired format, and a short biography (name, academic status, research project(s)/interests) to: cusanus.scholars@posteo.de. Deadline is December 31, 2017. The conference will be held in English and German.

We will try to cover expenditures on travelling and accommodation. However, we cannot give any guarantees in this regard yet.

We are looking forward to receiving a thematically and formally wide range of suggestions. If you have any questions, please contact us.

Johanna Hueck | Susann Kabisch | Christian Kny

 

 

Deutsche Version

Aussprechen des Unaussprechlichen.

Sprache und Kreativität bei Nicolaus Cusanus

Hildesheim, Deutschland

27.-30.09.2018

Nachdenken über Sprache mit Nicolaus Cusanus bewegt sich in einem Spannungsfeld: Einerseits gilt ihm nicht nur das Absolute als in seinem Wesen unaussprechlich, so dass Sprache sich stets mit den eigenen Grenzen konfrontiert sieht. Andererseits ist Sprache der Modus menschlicher Artikulation und Kommunikation – trotz der damit verbundenen Schwierigkeiten müssen Menschen sprechen, wenn sie sich mit anderen Menschen verständigen wollen. Der Umgang mit dieser Problemlage ist Cusanus zufolge von Kreativität gekennzeichnet: Menschen setzen sie ein in ihrem Bemühen, sich Unaussprechlichem sprachlich anzunähern. Sprache ist für Cusanus deshalb Untersuchungsgegenstand, epistemologisches Instrument zur Annäherung an Gott, Welt und Menschen, sinnlich erfahrbare Schnittstelle menschlicher Interaktion, kurz: facettenreicher Kernbereich menschlicher Aktivität und Kreativität. Das hat Folgen für die forschende Beschäftigung mit Cusanus. Sprachphilosophische Fragen im engeren und epistemologische Fragen im weiteren Sinn, Fragen der Annäherung an Gott, Fragen nach Textkonstitution und -komposition, Fragen nach der Rolle von Metaphern und Bildern; sie alle können ohne die Auseinandersetzung mit dem cusanischen Verständnis von Sprache kaum zufriedenstellend beantwortet werden. Mit „Sprache und Kreativität bei Cusanus“ bieten wir deshalb ein gemeinsames Dach für Forschungszugriffe aus einer Vielzahl von Perspektiven und Disziplinen.

Anliegen der Reihe, zu der diese Konferenz gehört, ist es, jungen Forschenden am Beginn ihrer akademischen Laufbahnen Raum zu geben für die Durchführung, Präsentation und Diskussion ihrer Arbeit an Nicolaus Cusanus. Das soll in Form eines dynamischen, offenen Austauschs geschehen. Wir nehmen es deshalb ernst, wenn wir vom „Beginn“ akademischer Laufbahnen sprechen: Um jungen Forschenden Gestaltungsfreiheit zu geben, verzichten wir auf feierliche Vorträge und professorale Meinungshoheit.

Gestaltungsfreiheit liegt uns nicht nur inhaltlich, sondern auch formal am Herzen. Deshalb schreiben wir kein Beitragsformat vor. „Konventionelle“ Vorträge mit anschließender Diskussion, Podiums- oder Gruppendiskussionen, gemeinsame Textlektüre und -arbeit oder etwas völlig anderes – wir bieten die Möglichkeit, die Beitragsform selbst zu wählen. Unter Berücksichtigung der eingegangenen Wünsche entwickeln wir ein Konferenzprogramm und stellen gegebenenfalls im Vorfeld Kontakte zwischen Teilnehmenden her.

Bei Teilnahmeinteresse bitten wir deshalb um: Abstract (max. 500 Wörter), Formatwunsch und knappe Angaben zur Person (Name, akademischer Status, Forschungsprojekt(e)/ Forschungsinteressen) an: cusanus.scholars@posteo.de. Einsendefrist ist der 31.12.2017. Konferenzsprachen sind Deutsch und Englisch.

Wir bemühen uns um die Erstattung von Reise- und Unterbringungskosten, können derzeit aber noch keine Garantien in dieser Hinsicht geben.

Wir freuen uns auf thematisch und formal breit gefächerte Beitragsvorschläge und stehen bei Rückfragen gern zur Verfügung.

Johanna Hueck | Susann Kabisch | Christian Kny